Misko Djukic: Pandoras Schachtel

Institution des geheimen Beweises (beigefügter Zettel).

Veselin Piletic: Professor der serbischen Sprache und Literatur. Außergewöhnlicher Sportler und Sporttrainer.

Wir beginnen mit einer Geschichte, die ich vor langer Zeit als abgeschlossen betrachtet habe.
Dabei kann man die montenegrinische Justiz mit der Hölle aus der Erzählung Dantes vergleichen.
Wie in allen demokratischen Gesellschaften der “Zettel” entscheidet, so sollte es auch in Montenegro sein.
Die Geschichte war folgendermaßen:

Im Jahr 1999 wurde Veselin Piletic von zwei Polizisten verhaftet.
Der Verdacht war: Mord an Milan Paljevic.
Die Hölle begann.
Nach der Verhaftung wurde er von Polizisten wegtransportiert. Seine Familie wurde darüber nicht informiert. Das Ende des Abtransports war die Stadt Kolasin.
Mehr als 20 Polizisten waren äußerst brutal mit dem ehemaligen europäischen Karatemeister. Die Art der Misshandlungen war derart brutal, wie sie selbst der Neuropsychiater B .Mitric,
Direktor des Krankenhauses für geistig gestörte Menschen in Dobrota, sie noch nie gesehen hatte. Vesko Piletic war über 200 Stunden ohne Schlaf und ohne Nahrung. Zudem wurde er
auf das schlimmste verprügelt. Um die Täter nicht zu überfordern, arbeiteten sie in drei Schichten. Laut Veselin Piletic jubelte dabei der damalige Sicherheitschef. Es gibt Polizisten, die
bereit sind, das zu bezeugen. Doch bleiben wir beim Gefangenenopfer Veselin Piletic.

In allen demokratischen Ländern entscheidet der “Zettel”. Einen solchen Zettel brachte der Patient von Neuropsychiater B. Mitric der Polizei.
Welchen Zettel? Gefälschter Zettel!
Slavoljub Scepanovic, der damals in Untersuchungshaft war, traf eine Abmachung mit dem Sicherheitschef. Aus der Sicht Scepanovics ist dies verständlich. Aber aus der Sicht des
Sicherheitschefs?
Wer ist Slavoljub Scepanovic?
Ich zitiere aus der Krankenakte 6843, erstellt vom Neuropsychiater B. Mitric: “Eine tägliche medikamentöse Behandlung und eine kontinuierliche psychiatrische Behandlung sind dringend notwendig.
Letzte Diagnose F22. Therapie: Mazepin a 200mg 3 x 1, Haldol a 5mg 1 + 0 + 1… Wurde früher in Split und in Podgorica behandelt… Diagnose: Akustische Wahrnehmungstäuschung.
Mit dieser Person wurde die erwähnte Abmachung getroffen.
Ist das zu fassen?
Slavoljub bot einen Zettel an, den ihm Veselin Piletic gegeben habe und auf dem steht: “Ich weiß, dass hier Inspektoren waren. Und was hast du erzählt? Hast du erzählt, worüber wir sprachen? Wenn
ja würdest du geschlachtet werden.”
Veselin Piletic ist Professor der serbischen Sprache und Literatur.
Aber der Polizeichef übersah die zahlreichen Sprach- und Rechtschreibfehler auf diesem “glaubwürdigen” Zettel.
Slavoljub Scepanovic sagte vor Gericht:” Nach diesen Drohungen von Veselin habe ich Angst und schlafe schlecht.”
Ich zitiere aus dem Krankenhausbericht vom 28.09.2004 (VMA):”Slavoljub Scepanovic hört eine drohende Stimme und schläft schlecht. Er ist ängstlich und schlecht gelaunt… Er leidet unter einem paranoiden
Zustand und glaubt, dass ihn jemand vergiften möchte.” Er wurde mit der Diagnose F22 eingeliefert. Am selben Patienten wurde im Militärkrankenhaus von Split am 09.03.2004 das “Ganser Syndrom” mit folgender
Erklärung diagnostiziert:”…er zeigt kein Interesse für sein Kind.” Diesen Bericht unterschreibt Mr sc dr N. Silic.
Dr. Vladimir Djukanovic sagte, dass es keine Besserungen gäbe und dass der Patient auf der VMA (Abteilung für Geisteskranke) behandelt werden müsse. Das ist der Zeuge für den Polizeichef Milan Paunovic. Ist das nicht
etwa verrückt?

Aber:

Es fanden über 20 Gerichtsverhandlungen statt, an denen Richter Dragutin Colakovic der Vorsitzende war. Slavoljub Scepanovic betonte, dass die Zettel in einem Boiler gesteckt haben. Richter Colakovic unterbrach die
Gerichtsverhandlung und entschied sehr geschickt:”Slavoljub Scepanovic wird in Polizeibegleitung (aber nicht in Begleitung der im Gerichtssaal vertretenen Inspektoren) diese Zettel aus dem Boiler sofort bringen.” Ich betone:
Er unterbrach die Gerichtsverhandlung. Hut ab, für diese Entscheidung, Herr Colakovic. Der ehrliche Verkehrspolizist Pajovic begab sich mit zwei von ihm auserwählten Beamten zum Boiler, um die Zettel aus dem Boiler zu holen.
Der Polizeibeamte Pajovic sagte nach der Rückkehr in den Gerichtssaal:”Wir waren noch nicht in der Nähe des Boilers als Slavoljub Scepanovic schrie:”Dort gibt es nichts!” Dennoch untersuchten wir den Boiler und dort war tatsächlich
kein Zettel.

Veselin Piletic wurde freigesprochen.

Plötzlich!

Die stellvertretende Oberstaatsanwältin Stojanka Radovic bringt einen Zettel mit drohendem Inhalt.
Auf die Frage von Richter Colakovic, woher Frau Radovic diesen Zettel hat, antwortete diese:”Das möchte ich nicht sagen!”
Richter Colakovic fragte, ob dieser Zettel auf gesetzliche oder ungesetzliche Weise besorgt wurde. Die stellvertretende Oberstaatsanwältin wiederholte:”Das möchte ich nicht sagen!”
Richter Dragutin Colakovic (brachte Hoffnung ins Gericht) und lehnte diesen Zettel ungewisser Herkunft ab. Der Richter sprach Veselin Piletic erneut frei.

Aber…

Der Richter des obersten Gerichtes, Stevan Damjanovic, schenkt Slavoljub Scepanovic sein Vertrauen und glaubt ihm mehr als seinem eigenen Richter und den Geschworenen.
Der Staatsanwalt General Zoran Piperovic sagte:”Ein Beweis kann gesetzlich gültig sein, selbst wenn man seine Herkunft nicht weiß.”
Ich erinnere daran, dass im Fall S.C. (Frauenhandel – Prostituion – Moldawische Frau) Zoran Piperovic (als Beschuldigter) sagte:”Ein Beweis kann nicht gültig sein, falls man seine Herkunft nicht weiß.”
Legalisierte der Richter des obersten Gerichtes Stevan Damjanovic in Montengro die Anwendung der geheimen Beweisführung?
Was er vom Anwalt Rajko Bozovic, dem Gutacher des “glaubwürdigen” Zettels verlangt, beeindruckt.

Ich möchte anmerken, dass Herr Rajko Bozovic der Bruder von Svetlana Vujanovic ist.

Milan Radovic, Vorsitzender des obersten Gerichtes, entnimmt dem Richter Dragutin Colakovic den Fall und übergab ihn dem Richter Hamid Ganjola. Den Zettel, dessen Herkunft Frau Stojanka Radovic nicht weiß,
schicken sie der “Staatlichen Einrichtung für graphikologische Begutachtung” in Novi Sad.

Graphikologische Gutachter: Mr. Ljuban Loncarevic, Cedomir Dragic, Jovan Milutinovic.  Sache: K 253/02 Datum 07.10.2004. Auf 8 getippten Seiten wird bewiesen, dass Herr  Veselin Piletic diese Zettel NICHT
geschrieben hat!!!

Und was nun?

Nach dem Richter Hamid Ganjola, der seine Arbeit beendete, wechseln die Beauftragten des Verfahrens. In über 11 Jahren wechselten in diesem Fall mehr als 30 Richter. Es gab beinahe 100 Gerichtsverhandlungen.
Der derzeitige Richter ist Herr Ratko Cupic. Es sind mittlerweile 13 Jahre vergangen.

Was sagt der montenegrinische Beobachter: “In der Anwendung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, herrscht die Meinung, dass nach mehr als 8 Jahren Gerichtsverhandlungen, die Menschenrechte
verletzt sind.”

Und was ist dann mit einer Gerichtsverhandlung, die bereits über 13 Jahre dauert, und das am Ende auch noch ohne Zeugen.

Auf Bitte von Richter Ratko Cupic und der Vertreterin der Staatsanwaltschaft Ljiljana Lakic, alles war er über den Fall weiß, offenzulegen, antwortete Slavoljub Scepanovic: “Über diese Zettel weiß ich nichts und über
irgendwelche früheren Aussagen meinerseits weiß ich auch nichts. Ich bin ein kranker Mensch, was Sie meiner Diagnose selbst entnehmen können und ich möchte nur nach Hause gehen.”

Ljiljana Lakic verlange im Namen der Staatsanwaltschaft, diese Zettel zum Gutachten nach Wiesbaden zu schicken.

Dem Menschen zu glauben, der uns über so viele Jahre mit einem gefälschten Zettel belog und eine aus der Luft gegriffene Beschuldigung auf den Weg brachte, ergibt keinen Sinn.

Das Gericht entscheidet, die Zettel zum Begutachtungscentrum nach Zagreb zu schicken.

Eine Anmerkung: Dragana Otovic, die derzeit amtliche Gutacherin des Gerichts in Podgorica ist, und die in sehr vielen Fällen als Gutachterin eingesetzt war, hatte diesen Zettel begutachtet.

Ihr Ergebnis war Folgendes: “Festgestellte Unterschiede sind ausreichend für die sichere Gesamtfeststellung, dass der Text in dem untersuchten Schriftstück, Veselin Piletic, NICHT, geschrieben hat.”

Prof. Dr. Zivojin Aleksic, ständiger Gerichtsgutachter, sagte: “Die Textschrift auf dem fraglichen Zettel hat Veselin Piletic NICHT geschrieben.”

Muss man etwa noch auf neue Gutachten warten? Nicht aus Wiesbaden, sondern aus Zagreb?

Hat Richter Ratko Cupic, Graphologen in Zagreb über die frühere Begutachtung informiert? Diese wissen mit Sicherheit die Namen Ihrer Kollegen, welche die Fälschung der Zettel festgestellt haben.
Wenn das Gericht über die Namen Ihrer Kollegen, welche die Zettel begutachtet haben, informiert wäre, dann würde das gerichtliche Verfahren geachtet werden.

Der Anwalt von Veselin Piletic – Slavoljub Bozovic, sagte am 28.05.2010 dem Magazin “Monitor”:”Montenegrinische Strafverfahren kennen nicht die Anwendung des geheimen Beweises. Das war möglich
in der Zeit von “Goli Otok” (kommunistische Konzentrationslager).

In dringender Angelegenheit:

Misko Djukic

PS: Die Gutachter aus Zagreb haben die Ergebnisse aus Novi Sad bestätigt. Veselin Piletic hat diese Zettel nicht geschrieben.
Nach 13 Jahren Fars und mehr als offensichtlichem Betrug durch das Gericht, dessen Vorsitzende Svetlana Vujanovic ist, wird verlangt, dass diese Zettel, die sie von ihrem Bruder Rajko Bozovic bekam, zum Gutachten nach Wiesbaden
geschickt werden.
Wir fragen nicht warum, sondern wir fragen woher das Geld für dieses dritte Gutachten stammt.
Wir erinnern daran, dass Rajko Bozovic klagte und gleichzeitig die fragwürdigen Zettel besorgte. Seine Schwester war zudem Richterin im Fall Veselin Piletic.
Der Bruder klagte, und die Schwester richtete! Wir sind reif für Europa!

(preveo Vukman Čejović)

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